DR. MED. FRANK-WERNER KIRSTEIN | FACHARZT FÜR INNERE MEDIZIN | LEHRPRAXIS DER CHARITÉ
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Homöopathie


HOMÖOPATHIE

Es ist mein Anliegen, Sie nach homöopathischem wie internistischem ganzheitlich zu versorgen. Deshalb bitte ich Sie, auch bei gezielter Konsultation zur homöopathischen Therapie mit mir zunächst eine Aufnahme der medizinischen Diagnosen und Befunde vorzunehmen. In einem Vorgespräch können wir uns Kennenlernen und alle Fragen wie auch die Indikation zur homöopathischen Therapie klären.

In der homöopathischen Behandlung gilt dann mein Augenmerk vornehmlich der individuellen Ausprägung Ihrer Beschwerden.

Die homöopathische Therapie akuter Erkrankungen ist zumeist unmittelbar und ohne vorherige Kenntnis des Patienten möglich. Bei akuten Erkrankungen (wie Mandelentzündungen, grippale Infekte oder Durchfall) sollte die homöopathische Therapie mindestens so schnell sicher und wirksam sein wie die übliche konventionelle Therapie.

Die Behandlung chronischer Störungen der Gesundheit bedarf jedoch einer ausführlichen Basisanamnese nach den Regeln der klassischen Homöopathie und regelmäßigen Folgekonsultation. Die klassische Homöopathie ordnet die Einzelgabe des individuell nach dem Ähnlichkeitsprinzip ausgewählten Arzneimittels dem Patienten zu. Sie ist besonders geeignet, komplexe Störungsmuster zu erfassen und zu heilen. Heilen versteht sich hier nicht nur als Abwesenheit der Beschwerden unter dauerhafter Medikation, sondern als Wiederherstellung der inneren Ordnung und Ausheilung der zugrundeliegenden Störung. Heilung orientiert sich an der inneren Ordnung des Menschen. Die Veränderung geschieht unmittelbar und simultan in Körper und Geist. Akute Krankheiten reagieren schnell, langjährig vorbestehende Krankheiten verändern sich langsam und stetig.

Ich ordne die klassische Homöopathie deshalb zuvorderst in die Reihe der Verfahren ein, die nicht erst bei einer Erkrankung eingesetzt werden, sondern eine hohe präventive Bedeutung haben.

Gerade bei schweren Erkrankungen ist es manchmal sinnvoll und notwendig die schulmedizinische Therapie nicht zu unterbrechen. Die homöopathische Therapie ist auch bei Fortsetzung dieser Therapie hochwirksam. Die Beibehaltung der konventionellen Therapie macht die Wahl des homöopathische Heilmittels nicht leichter, ist aber manchmal unumgänglich.

Die homöopathische Anamnese: Basisanamnese

Um das geeignete homöopathische Mittel zu bestimmen, benötige ich die Informationen über die Umstände und den Beginn der Erkrankung oder Veränderungen Ihres gewohnten Zustandes wie: Stimmungsänderungen, Schmerzen, charakteristische Vorlieben, Reaktionen auf äußere Umstände sowie die Bedingungen der Verbesserung oder Verschlimmerung. Durch eine genaue Beobachtung dieser Umstände helfen sie mir bei der Arzneifindung. Bringen Sie mir zur Anamnese ein Foto mit, dies hilft mir bei der nachträglichen Bearbeitung der aufgenommenen Daten den Aspekt der Persönlichkeit gegenwärtig zu halten.

Zum Verständnis der Wirkungsweise und Möglichkeiten der homöopathischen Therapie, empfehle ich Ihnen, das Buch des alternativen Nobelpreisträgers George Vithoulkas: Energiemedizin, die Grundlagen der Homöopathie, Verlag Peter Irl zu lesen. Diese Literatur ermöglicht Ihnen einen Einblick in die Mechanismen der homöopathischen Therapie und das zugrunde liegende Menschenbild. Sie erkennen die Einzigartigkeit der Wechselwirkung zwischen Ihnen und dem homöopathischen Medikament.

Leistungserstattung

Die Abrechnung erfolgt mit ihrer Krankenkasse oder auf der Grundlage der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Die Kosten werden von den Privatkassen meistens vollständig erstattet. Detaillierte Auskünfte erhalten Sie telefonisch. Beim Internationalen Portal homöopathischer Ärzte können Sie sich online über private Zusatzversicherungen für Kassenpatienten informieren.

Die Homöopathische Therapie ist keine von der gesetzlichen Krankenkasse erstatte Leistung.

Die von mir angestrebte individuelle zumeist klassisch homöopathische Versorgung akuter Erkrankungen ist auch weiterhin mein Anliegen. Die neu geschaffenen gesetzlichen Möglichkeiten hat der Zentralverein homöopathischer Ärzte genutzt um mit den Krankenkassen direkt Verträge abzuschließen die Ihnen eine Erstattung homöopathischer Leistungen ermöglichen.

Bereits jede zweite Krankenkasse in Deutschland ist diesen Verträgen beigetreten. Erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Krankenkasse oder unter www.welt-der-homöopathie.de ob Ihre Krankenkasse ihnen diese Möglichkeit eröffnet. Bitte melden Sie sich bei mir, ich werde dann mit Ihnen vor Behandlungsbeginn die Teilnahme- und Einverständniserklärung bei Ihrer Kasse einreichen.


Dr. Frank-Werner Kirstein
Internist
klassische Homöopathie

Befugnis zur Leitung der Weiterbildung Homöopathie
Landesvertretung Berliner Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte im DZVHÄ


Liebe Patienten,

das folgende Leitbild beschreibt für die homöopathische Medizin die ethisch philosophischen Grundsätze und Grundlagen ärztlichen Handelns. Das vorliegende Leitbild versteht sich als Erweiterung bestehender ärztlicher Grundsätze (Genfer Konvention*)

Grundsatz homöopathischer Heilkunde
Die Behandlung des Patienten erfolgt auf der Basis des Organon der Heilkunst (Samuel Hahnemann 1842) und der chronischen Krankheiten (Die chronischen Krankheiten«. Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten. 5 Bände, Bd. 1, Dresden, Leipzig 1835). Die Verordnung potenzierter individuell zugeordneter homöopathischer Einzelmittel erfolgt nach erlernbaren, nachvollziehbaren Kriterien (Medical Homeopathic Education Standards for LMHI* and ECH* Allied scools 2006).

Definition Homöopathie nach LMHI 2006
Die Homöopathie ist eine Methode der medizinischen Praxis, die sich auf die Verbesserung der Gesundheit des Organismus durch die Gabe von geprüften* potenzierten* Medikamenten richtet, die einzeln in Übereinstimmung mit dem Gesetz der Ähnlichkeit ausgewählt werden.

Die Homöopathie ist vollständig individualisiert und berücksichtigt körperliche, emotionale, mentale, konstitutionelle, biographische und Umweltfaktoren, sie ist die Medizin des für den ganzen Menschen.

Das Wort Homöopathie stammt aus dem Griechischen, es ist von homoios - ähnlich und pathos – Leid, Krankheit abgeleitet.

* geprüft ~ eine geprüfte Substanz hat pharmakologisch am gesunden Menschen reaktive und reversible Symptome hervorgerufen. Alle Symptome eines bestimmtes Mittel, die aus aus Prüfungen bei vielen Menschen gesammelt werden, stellen das Bild der Arznei dar.

* potenziertes ~ in einer bestimmten Weise verarbeitet, und zwar über die serielle (nach dem deutschen homöopathischen Arzneibuch DHAB) Verschüttelung oder Verreibung von Verdünnungen und in Milchzucker gebundenen Ausgangssubstanzen.

*Ähnlichkeitsgesetz ~ eine Substanz, die fähig ist Symptome in einem gesunden Organismus hervorzurufen, wirkt als Heilmittel in einem erkrankten Organismus, in dem die gleichen Symptome manifestiert sind; similia similibus curentur: Ähnliches durch Ähnliches heilen. Um auf eine milde, prompte, sichere und dauerhafte Weise zu heilen, ist es wie es im Organon von Hahnemann, beschrieben wird notwendig, in jedem Fall ein Arzneimittel zu wählen, das ein ähnliches Leiden hervorzurufen in der Lage ist wie das Leiden für welches es eingesetzt wird"

Arzt-Patienten-Beziehung
Die Begegnung mit dem Patienten ist gekennzeichnet durch gegenseitigen Respekt vor der Integrität, den individuellen Persönlichkeitsrechten, der Selbstverantwortung für das eigene Handeln und die eigene Gesundheit.

Homöopathischer Arzt
Der hom. Arzt trifft als Spezialist auf den Patienten in teilweise sehr verschiedenen Funktionen des Gesundheitssystems, das kann in der Niederlassung als Primärarzt, Facharzt und als rein homöopathisch spezialisierter Kollege sein. In der Klinik trifft er auf den Patienten als Konsiliararzt oder in Krankenhäusern mir Schwerpunkt Homöopathie als betreuender Kollege.

Die homöopathische Ärzteschaft strebt ein verlässliches System an, in dem auch bei Krankheit und Urlaub eines Kollegen eine kontinuierliche Betreuung gewährleistet ist. Der Arzt strebt eine vollzeitige homöopathisch-klinische oder wissenschaftliche Tätigkeit an.

Die Homöopathie betrachtet Erkrankungen aus einer besonderen medizinischen Perspektive, die individualisierend und, als medizinisches Alleinstellungsmerkmal, in Abgrenzung zu anderen Fachrichtungen, organübergreifend wahrnimmt und behandelt. Dies ist in der besonderen Qualität individuell verordneter potenzierter Einzelmittel begründet, die nicht nur in einem Organbezug, sondern durch die Restrukturierung der Lebenskraft des Menschen wirksam sind. Die Besonderheit der homöopathischen Heilung besteht darin, dass hierbei mehrere Organsysteme sowie geistig emotionale Störungen teils gleichzeitig, teils nacheinander heilen.

Universitäres medizinisches Studium, eine klinische Ausbildungszeit im Krankenhaus und durch den Kollegen in der Praxis

Die ganzheitliche Betrachtungsweise bei der Behandlung und im Umgang mit dem Patienten meint nicht nur die Kenntnis der Krankheitslehre, der Pathophysiologie und ggf. der psychopathologischen Grundlagen; ganzheitlich bedeutet die Wahrnehmung des Krankheitsverlaufes wie in den „chronischen Krankheiten“ von Hahnemann niedergelegt* unter Berücksichtigung der speziellen durch Constantin Hering* in die Lehre eingeführten Bewertung von Krankheitszeichen, deren Analyse nach der Reihenfolge ihres Auftreten.

Kritische Kenntnis des aktuellen diagnostischen und therapeutischen Vorgehens in Anlehnung an die medizinischen Fachgesellschaften sowie der medizinischen Leitlinien.

• Die Kenntnis der Grenzen des eigenen Handelns wie die souveräne Zusammenarbeit mit Fachkollegen und Kliniken.

Behandlung
Die besondere Form der homöopathischen Fallaufnahme, Analyse und Hierarchisierung der Symptome, die vergleichende Betrachtung der hom. Arzneimittellehre und Zuordnung des ähnlichen homöopathischen Arzneimittels, die Festlegung einer Einnahmehäufigkeit und Wirkstärke der hom. Arznei – findet auf der Grundlage des Organon der Heilkunst statt.

Die homöopathische Anamnese umfasst neben der Aufnahme der körperlichen Symptome speziell deren Umstände des Auftretens und deren Veränderungen, die Reaktionsweisen der Beschwerden auf äußere Umstände wie Temperaturveränderungen, das Auftreten zu bestimmten Tageszeiten oder deren Regelmäßigkeiten. Charakterliche Besonderheiten werden ausführlich im Gespräch und aus der Beobachtung des Patienten herausgearbeitet

Ebenso wie die zur Verordnung homöopathischer Arzneimittel führenden Tätigkeiten zählen die diätetische Beratung und Hinweise zum Lebenswandel des Patienten und seinen sozialen Verhältnissen zu den Aufgaben des Homöopathen, wie dies schon Hahnemann in den „chronischen Krankheiten“ ausgeführt hat. Dies bedeutet die Berücksichtigung der Diät, Geisteshaltung, Ernährung, des sozialen Kontextes, des Mediengebrauchs und der familiären Strukturen des Patienten. Sogenannte krankheitserhaltende Gewohnheiten und Umstände werden beleuchtet und Wege zu einer Veränderung aufgesucht.

Fortbildung
Der hom. Arzt strebt eine kontinuierliche klinische wie homöopathische Fortbildung durch das Studium der Fachliteratur, den Besuch von Kongressen, Fachfortbildungen oder eines Qualitätszirkels an.

Gesellschaftliche Position
• Gesellschaftliches Engagement im Sinne individualisierender medizinischer Behandlungskonzepte

• Standespolitische Präsenz für die Etablierung hom. Medizin im kassenärztlichen System, Erhalt der Zulassungen hom. Arzneien und Behandlungsformen in der EU


Quellen

Organon der Heilkunst, Samuel Hahnemann, textkritische Ausgabe der 6. Auflage, Hrsg. Josef Schmidt. Haug Verlag 1999. Organon der rationellen Heilkunde. Dresden 1810, Arnoldische Buchhandlung. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf Spätere, jeweils vermehrte und veränderte Auflagen unter dem Titel: Organon der Heilkunst. 2. Auflage: Dresden 1818. 3. Auflage: Dresden 1824. 4. Auflage: Dresden und Leipzig 1829. 5. Auflage: Dresden und Leipzig 1833 (Volltext bei Google [6]). 6. Auflage (posthum): Leipzig 1921 (hrsg. von Richard Haehl; (Online unter zeno.org).

Die chronischen Krankheiten. Ihre eigenthümliche Natur und homöopathische Heilung, Theil 1-5. Erste Auflage: Leipzig 1828-1830. Zweite, veränderte und vermehrte Auflage: Leipzig und Dresden 1835-1839. (Online unter zeno.org)

Homöopathisches Arzneibuch. Gesamtausgabe, 1. Nachtrag. Zugleich 5. Nachtrag zur Ausgabe 1978 von Deutscher Apotheker Verlag (Gebundene Ausgabe - 1991)

Genfer Deklaration wurde im September 1948 auf der 2. Generalversammlung des Weltärztebundes in Genf, Schweiz verabschiedet. Sie soll eine zeitgemäße Version des Eids des Hippokrates darstellen und wurde mehrfach revidiert (1968, 1983, 1994, 2005 und zuletzt 2006).

Medical Homeopathic Education Standards for LMHI and ECH Allied schools 2006. This Medical Homeopathic Education Standard presents the educational objectives of a programme of education and training in homeopathic medicine for doctors, agreed by the European Committee for Homeopathy and the Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis (LMHI).

ECH - The ECH represents all medical doctors specialized in homeopathy, organized in 40 associations in 25 European countries. It is aimed at promoting the scientific development of homeopathy; ensuring high standards in the education, training and practice of homeopathy by medical doctors; harmonising professional standards in homeopathic practice across Europe; providing high-quality homeopathic care in a medical context; integrating high-quality homeopathy into European healthcare.

LMHI - The international homeopathic medical society Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis (LMHI), established in Rotterdam in 1925, represents homeopathic physicians in more than 70 countries all over the world.

Constantin Hering. Medizinstudium in Leipzig, 1826 promovierte er in Würzburg mit der Arbeit De Medicina futura (Die Medizin der Zukunft). Gründung des American Institute of Homoeopathy (1844), des Homoeopathic Medical College of Pennsylvania (1848) und des Hahnemann Medical College of Philadelphia (1867). Die „Heringsche Regel“ ist ein Beurteilungskriterium für den Behandlungsverlauf nach der Reihenfolge des Auftretens und der Heilung der Symptome einer chronischen Erkrankung

Chronische Krankheiten. Hier beschreibt Hahnemann ...

Heringsche Gesetze. Die Heringsche Regel ist ein Beurteilungskriterium für den Behandlungsverlauf, nach dem sich bei homöopathischer Behandlung die Symptome einer chronischen Krankheit von „oben nach unten“ und von „innen nach außen“, und von „lebenswichtigeren zu den weniger lebenswichtigen Organsystemen“, heilen. Die Heringsche Regel wird neben dem Ähnlichkeitsgesetz zu den wichtigsten homöopathischen Theorien gezählt.